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Seniorenbeirat im Salzlandkreis

Mitglieder des Seniorenbeirates

 

Berufen in der 6. Sitzung des Kreistages des Salzlandkreises am 4. März 2015; Beschluss Nr. B/0156/2015/5; Nachberufung am 9. Dezember 2015

Körperschaft Mitglied

Stadt Barby

Herr Willi Kempa

Stadt Bernburg (Saale)

Frau Gudrun Kostorz

Gemeinde Bördeland

Frau Rosemarie Ziem

Stadt Hecklingen

Frau Heidemarie Hoffmann

Stadt Nienburg (Saale)

Frau Hella Friedrich

Stadt Schönebeck (Elbe)

Frau Ilona Luther

Stadt Staßfurt

Herr Peter Maier

Verbandsgemeinde Egelner Mulde

Herr Werner Kühner (Vorsitzender)

Verbandsgemeinde Saale-Wipper

Herr Dr. Harald Lütkemeier

Seniorenbeirat

Frau Cornelia Stegemann

Seniorenbeirat

Frau Annemarie Rockmann

Seniorenbeirat

Frau Rita Ragus

Aktuelle Infromationen

 

27.12.2016 - Seniorenbeirat zu Besuch bei der Wohnungsgenossenschaft 

Mitte Dezember besichtigten Vertreter des Seniorenbeirates Salzlandkreis das Wohngebiet  „Kiez am Südbogen“ der Wohnungsgenossenschaft Bernburg. Die Seniorenvertreter wurden von der Vorsitzenden des Kiez -Cafe`e.V., Annett Pankotsch, herzlich begrüßt und über die ehrenamtliche Arbeit des Vereins im Wohngebiet informiert. "Die Senioren haben hier mit dem neunköpfigen Vorstand immer einen Ansprechpartner und betreiben das Café selbst", sagt Annett Pankotsch. Viele gemeinsame Aktivitäten und vielfältige Angebote in den zur Verfügung stehenden Räumen werden gern angenommen. So auch der benachbarte Friseursalon, das Nagelstudio sowie ein Dienstleistungs- und Senioren-Service. Diese vier Gewerbeeinheiten bilden den Marktplatz mitten im Wohngebiet, der täglich von „fliegenden Händlern“ mit Lebensmitteln beliefert und als zentrale Anlaufstelle bzw. Treffpunkt dient. „Der Marktplatz wird gut angenommen", davon konnten sich die Vertreter des Kreisseniorenrates einen Eindruck verschaffen.

Herr Stefan Beer, Prokurist der Wohnungsgenossenschaft e.V. informierte bei einem Rundgang die Seniorenvertreter des Kreises über das umfangreiche Baugeschehen vor Ort. Es werden insgesamt 71 Wohneinheiten gebaut, die sich auf 3 Mehrfamilienhäuser mit je 21 Wohneinheiten sowie 2 Reihenhauskomplexe mit je 4 Wohneinheiten aufteilen.  Bei der Besichtigung von fast fertiggestellten Wohnungen präsentierte sich ein sehr hoher Standard seniorengerechten Wohnens. Barrierefreie Bauweise, Fußbodenheizung, bodentiefe Fenster, Balkone, Bäder mit Dusche und Wanne, zwei Waschtische sowie großzügige Aufzüge und Treppenaufgänge in den Mehrfamilienhäusern. Die Wohnflächen werden entsprechend den selbstbestimmten Ansprüchen von ca. 50 bis 120 Quadratmeter angeboten. Jede Wohnung besitzt eine Terrasse bzw. Balkon, dazu gehörig einen Keller und Garagenplatz. Im Wohngebiet befindet sich eine Park- und Teichanlage, ein Gemeinschaftsgarten mit Hochbeeten zur individuellen Freizeitgestaltung.

Im Anschluss an die Besichtigung erfolgte ein reger Erfahrungsaustausch der Beiratsmitglieder mit Stefan Beer zu altersgerechten Wohnformen. Beer betonte: „Die Nachfrage ist enorm, besonders an Zweiraumwohnungen (ca.50qm), es existieren bereits Wartelisten.“ Der Mietpreis von 8,50 EUR/qm bei diesen Qualitätsstandards werde akzeptiert. Sehr entscheidend sind die geschaffenen Voraussetzungen, wie beispielsweise hohe Energieeffizienz für geringe Nebenkosten von weniger als zwei EUR/qm.

Ein wesentliches Fundament der soliden Wirtschaftlichkeit der Wohnungsgenossenschaft sei die vertrauensvolle zukunftsorientierte Zusammenarbeit mit ihren Wohnungsnutzern, Partnerbetrieben und der Kommune, so Beer. Eine ständige aktuelle Kommunikation stärke den Zusammenhalt und das Verantwortungsbewusstsein der Genossenschaftsmitglieder.

"Es ist ein wichtiges Anliegen der Seniorenvertreter, aktuelle Themen der demografischen Entwicklung wie auch Mobilität, Gesundheitsfürsorge, Pflege sozialer Kontakte mitzugestalten". Deshalb sei es von besonderer Bedeutung, gute Erfahrungen vor Ort kennenzulernen und in den Seniorenbeiräten der unterschiedlichen Kommunen weiter zu geben, fassen die Vertreter des Seniorenbeirates ihr Anliegen zusammen. Dazu wurde nach dem Erfahrungsaustausch in der Mitgliederversammlung über einige konkrete Vorhaben für das neue Jahr mit Vor-Ort-Terminen in einigen Kommunen diskutiert und Zielsetzungen vereinbart.

 

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Erfahrungsaustausch – in der Mitte Werner Kühner (Vorsitzender des Seniorenbeirates), rechts Stefan Beer (Prokurist).

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Annett Pankotsch im Gespräch mit Werner Kühner und Rita Ragus im Kiez-Cafè.

Text und Fotos: Dr. Harald Lütkemeier 

 

 

Dank für Zusammenarbeit und ehrenamtliches Engagement

Landrat im Gespräch mit Seniorenbeiräten

Die Mitglieder des Kreisseniorenrates Salzlandkreis sind kürzlich vom Landrat zum Gespräch geladen worden. Senioren relevante Themen standen zum „Jahresausklang“ auf der Tagesordnung. Barrierefreiheit, altersgerechtes Wohnen, Mobilität sowie Daseinsvorsorge im ländlichen Raum bilden Themenschwerpunkte. Die Senioren diskutierten mit dem Verwaltungschef die Frage, wie sich das Umfeld künftig verändern wird und auf welche Entwicklungen es sich einzustellen gilt.

 

„Wir wollen es zur Tradition werden lassen, dass wir uns immer kurz vor Weihnachten treffen und zurückblicken, aber auch in die Zukunft schauen“, erklärte Landrat Markus Bauer gegenüber dem Kreisseniorenrat. Dabei hob er vor allem hervor, dass man die ehrenamtliche Tätigkeit nicht genug würdigen könne und bedankte sich bei den Senioren für die konstruktive Zusammenarbeit. Der Seniorenrat sei darüber hinaus ein „wichtiges Bindeglied zu den Gemeinden und zwischen den Generationen“. In diesem Spannungsfeld gibt es viele Möglichkeiten auszuschöpfen, wie aus den Beiträgen der einzelnen Mitglieder sichtbar wurde. Während dem Gespräch zum Jahresrückblick ist deutlich geworden, dass sich die Senioren bei der Gestaltung ihrer Kommunen einbringen. „Immer mehr“, schätzt Werner Kühner, Vorsitzender des Seniorenbeirates, die Anzahl der vielen Aktivitäten in den einzelnen Städten und Gemeinden ein.

 

Rosemarie Ziem zeigte am Beispiel des sehr gelungenen ersten Seniorentages in der Gemeinde Bördeland im Juni die vielfältigen Möglichkeiten einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den Gemeinden und deren Senioren auf. Dies konnte auch Hella Friedrich vom Seniorenrat Nienburg mit den erreichten Ergebnissen in diesem Jahr bestätigen. Annemarie Rockmann vom Seniorenbeirat Aschersleben berichtete von Ortsbegehungen, den noch vielen Erfordernissen zur Verbesserung der Barrierefreiheit, aber auch von dem unverzichtbaren  engen Kontakt zwischen den Senioren und der jüngeren Generation in den Gemeinden. Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement wurde sie in diesem Jahr als Salzlandfrau geehrt. Peter Maier, Stadtseniorenrat Staßfurt benannte die guten Erfahrungen der Senioren mit dem Nothilfepass, machte  auf den Reparaturstau in den Kindergärten aufmerksam und würdigte das Engagement der Sparkasse und der Feuerwehr mit der Aufstellung von 100 Sitzbänken in Staßfurt.

 

Die Mobilität und Daseinsvorsorge war ein wichtiges Thema in der Gesprächsrunde, dass den Kreisseniorenrat auch im kommenden Jahr ganz besonders beschäftigen wird, der Salzlandkreis als eine Modellregion in Deutschland wird das Förderprojekt „Mobiler Marktplatz“ aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung weiter bearbeiten. Die Seniorenräte wollen sich bei der Erarbeitung tragfähiger Lösungsansätze mit ihren Erfahrungen und Vorschlägen einbringen. Es gilt, mit lokalen Initiativen die gesellschaftliche Teilhabe, besonders der Senioren im ländlichen Raum auch in Zukunft zu ermöglichen.

Mit guten Wünschen für das neue Jahr 2018 ist das Treffen beschlossen worden. Der Landrat wünscht zum Treffen den Seniorenbeiräten stellvertretend für alle Senioren im Salzlandkreis, „ein schönes und gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise der Familien“. Dem 46-Jährigen ist es wichtig, „dass die Leistung der älteren Generation Anerkennung und Wertschätzung erfährt“. Die Beiräte betonten die gute Zusammenarbeit.

Markus Bauer führte im Ausblick die drei „W“ an. „Gemeinsam den Salzlandkreis als erfolgreichen Wirtschafts-, Wohn- und Wissenschaftsstandort zu etablieren“, verfolge er dank der Unterstützung auch 2018.

 

Das Gremium besteht aus jeweils einem Vertreter der Einheits- und Verbandsgemeinden und trifft sich regelmäßig. Anliegen ist es, die Interesse der älteren Generation im gesellschaftlichen Diskurs präsent zu halten und damit die Interessen der Senioren zu vertreten. Informationen finden sich auf der Internetseite des Salzlandkreises unter: https://www.salzlandkreis.de/sozialesgesundheit/seniorenbeirat/ .

Text: Dr. Harald Lütkemeier

 



Zur Landesseniorenvertretung Sachsen-Anhalt e. V.